Wartungsmängel sind nicht Schadensursache bei ICE-Klimaanlagen …

.. jedenfalls sieht das die Bahn so.

Laut einer bis Donnerstag, den 15. Juli 2010, durchgeführten Untersuchung kann die Bahn Instandhaltungsmängel als Schadensursache für die Störungen der Klimaanlagen ausschließen. Die Geschwindigkeit der Untersuchung ist schon atemberaubend und als Ergebnis werden mangelnde Leistungsfähigkeit und niedrige Grenzwerte als Ausfallursache der defekten Klimaanlagen benannt.

Wie stellt sich die Situation einem außenstehenden Betrachter dar?:  Die Bahn hat einem geschätzten Bestand von mehr als 30.000 Personenzügen. Das Klimaanlagenproblem bestand darin, dass alle Klimaanlagen eines Zuges oder zumindest die meisten ausfallen. Pro Waggon ist eine Klimaanlage installiert. Die fielen bei den bekannt gewordenen Züge alle aus. Das passierte bei zusammengefasst 50 Zügen. Die anderen tausenden Personenzüge hatten die gleichen Umgebungstemperaturen, fielen aber nicht aus bzw. eventuell ausfallende Klimaanlagen waren eher die Ausnahme.

Wenn bei 50 von zig tausend fahrenden Zügen die Klimaanlagen komplett ausfallen kann das nicht herstellerbedingt sein. Denn dann wären alle ausgefallen oder aber der Ausfall wäre verteilt auf verschiedene Züge aufgetreten. Weiter hätte die Bahn den Hersteller längst an den Pranger gestellt, schon um von sich abzulenken. Es ist eher davon auszugehen, dass genau diese Züge schlecht oder gar nicht gewartet wurden.

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